FAQ Homöopahtie

Kann ich mehrere homöopathische Präparate gleichzeitig einnehmen?

Im Idealfall sollte man nur ein homöopathisches Präparat einnehmen. Passen jedoch mehrere Mittel auf die entsprechenden Symptome, können entweder 2-3 Präparate im Wechsel oder diese gleichzeitig eingenommen werden. Allerdings ist die Einnahme der Mittel in einem Abstand von 15 bis 30 Minuten am optimalsten.

Was passiert, wenn ich ein falsches Mittel nehme?

Prinzipiell ist die Einnahme falscher Mittel ungefährlich, jedoch wird das Präparat auch nicht helfen. Wird einem Kind versehentlich ein zu hoch potenziertes Mittel verabreicht, sollte Rat von einem Arzt oder Homöopathen eingeholt werden.

Welche Reaktionen sind nach dem Einnehmen zu erwarten?

Nach der Einnahme eines homöopathischen Präparats kann Folgendes eintreten: Im Idealfall hilft das Mittel und es zeigt sich sowohl eine körperliche als auch psychische Verbesserung des Befindens.
Hilft das Mittel nicht, wurde das falsche Präparat eingenommen.
Eine weitere Möglichkeit ist eine kurzzeitige und anfängliche Wirkung des Mittels. Hier sollte überprüft werden, ob sich die auftretenden Symptome eventuell geändert haben. Diese können dann mit anderen Mitteln behandelt werden.
Eine mögliche Erstreaktion, die eintreten kann, ist eine kurzzeitige Verschlimmerung der Krankheitssymptome nach der Einnahme eines Mittels. Dies ist jedoch ein gutes Zeichen, da jetzt die körpereigenen Abwehrkräfte angeregt werden (Es kann vorkommen, dass eine erhöhte Körpertemperatur eintritt, da der Körper hierbei versucht, die hitzeempfindlichen Erreger abzutöten). Bei dieser Reaktion sollte das nächste Mittel erst dann zugeführt werden, wenn die Erstreaktion abgeklungen ist. Danach werden die Krankheitssymptome verschwinden und das Allgemeinbefinden verbessert sich. Bei Unsicherheit oder bestehenden Symptomen sollte Rat von einem Arzt oder Homöopathen eingeholt werden.

Können Wechselwirkungen mit herkömmlichen Medikamenten auftreten?

Bei den Mitteln in der empfohlenen Potenz D12 oder C6 können keine Nebenwirkungen auftreten. Manchmal ist es sogar sinnvoll, herkömmliche Mittel mit homöopathischen Mitteln zu ergänzen. Jedoch darf das herkömmliche Medikament nicht ohne Rat des Arztes abgesetzt werden.

Können Kinder und Schwangere homöopathisch behandelt werden?

Säuglinge, Kleinkinder und Kinder können die empfohlenen Mittel in den Potenzen D12 oder C6 unter Berücksichtigung der richtigen Dosierung problemlos einnehmen. Es sollte jedoch darauf  geachtet werden, Globuli als Darreichungsform zu verwenden, da diese aus Rohrzucker gewonnen werden. Auf Tropfen ist aufgrund des Alkoholgehalts zu verzichten.
Obwohl die Homöopathie frei von Nebenwirkungen ist, sollten Schwangere homöopathische Arzneimittel erst nach Absprache mit dem Arzt oder Homöopathen einnehmen.

Beeinflusst die Aufbewahrung oder Einnahme die Wirksamkeit der Mittel?

Ja das tut sie. Da die homöopathischen Mittel stark verdünnt bzw. potenziert werden, sind diese gegenüber Fremdeinflüssen empfindlich. Daher sollten die Mittel an kühlen und dunklen Orten aufbewahrt werden. Die Präparate sollten darüber hinaus nicht in der Nähe von stark riechenden Substanzen wie Parfümen oder ätherischen Ölen stehen. Auch starke Hitze ist zu vermeiden.
Des Weiteren ist es ratsam, vor und nach der Einnahme auf Essen, Trinken, Tabakgenuss und Zähneputzen zu verzichten. Auch Kaffee sollte nicht unmittelbar danach getrunken werden, da Kaffee die Wirkung einiger Mittel beeinträchtigen kann.

Wann ist es ratsam, einen Homöopathen zu konsultieren?

Ein Homöopath sollte dann aufgesucht und zu Rate gezogen werden, wenn die auftretenden Krankheitssymptome ernst, sehr heftig oder ungewöhnlich sind. Auch wenn keine Verbesserung der Krankheitssymptome sichtbar wird oder gar eine Verschlechterung eintritt, sollte eine fachkundige Person konsultiert werden.
Bestehen Krankheiten bereits länger, werden chronisch oder treten wiederholt auf, sollte man sich ebenfalls mit einem Homöopathen in Verbindung setzen.

Ist Homöopathie wirksam?

In Deutschland ist die Homöopathie die beliebteste Alternativmedizin – und das auch nicht umsonst. Nach über 20 Jahren Forschung wertete die Veronica-Carstens-Stiftung 2005 alle bislang durchgeführten Studien zur Homöopathie aus. Dabei zeigten 67% von 340 klinischen Studien ein positives Ergebnis. Über 50% von 140 Studien in der Tierheilkunde wiesen eine Wirkung in der Homöopathie nach und in einer Grundlagenforschung wurden bereits 1089 Experimente erfasst, von denen über 80% ein positives Ergebnis für die Homöopathie erbrachten.
In einer Ausgabe des Medienjournals „The Lancet“ ist ein Hinweis über einen geplanten WHO-Report zu finden, der für die Homöopathie sehr positiv ausfällt:
“Die Mehrzahl der wissenschaftlichen Studien in den letzten 40 Jahren haben gezeigt, dass die Homöopathie dem Placebo überlegen und der konventionellen Medizin in der Behandlung von Menschen und Tieren gleichwertig ist.“