Welche Potenz ist zu wählen?

Beim Potenzieren handelt es sich um einen speziellen
Verdünnungsprozess.



Dadurch ist auch die Verwendung hochgiftiger Substanzen
möglich, ohne dabei eine Vergiftung befürchten zu müssen.



Da die Homöopathie mit einer Vielzahl von Potenzen arbeitet,
kann dies leicht zu Verwirrungen führen. Die folgende Auflistung der Potenzen
mit den entsprechenden  Verdünnungsverhältnissen soll helfen:



D- Potenz entspricht dem Verhältnis 1:10 (Dezimal)



C- Potenz entspricht dem Verhältnis 1:100 (Centesimal)



LM- oder Q-Potenz entspricht dem Verhältnis 1:50 000



Praktisch bedeutet dies, dass beispielsweise bei der
Herstellung einer C1-Potenz ein Tropfen der Ursubstanz (Konzentrat) und 99
weitere Tropfen Alkohol miteinander verdünnt und daraufhin zehnmal verschüttelt
werden.



Um daraus eine C2-Potenz herzustellen, wird ein Tropfen der C1
Potenz mit 99 Tropfen Alkohol verdünnt und verschüttelt.



Bei einer C6-Potenz wurde das Mittel also sechsmal im
Verhältnis 1:100 verdünnt und nach jedem Schritt verschüttelt.



Die Höhe der Potenz, die maßgebend ist, um die einzelnen
Krankheitserreger zu beeinflussen, kann nur ein qualifizierter Homöopath
bestimmen.



Jedoch ist die richtige Wahl der Potenz bei einer
homöopathischen Behandlung eher zweitrangig. Viel wichtiger ist es, das
richtige Mittel vorher zu bestimmen. Wird ein falsches Mittel eingenommen, kann
sich der Krankheitszustand des Patienten nicht verbessern. Wurde hingegen das
passende Mittel ausgewählt, tritt fast immer eine Verbesserung beim Betroffenen
ein, egal, welche Potent zuvor festgelegt wurde.